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Neuigkeiten aus dem Gerstl

Der gold-gelbe Herbstgenuss im Vinschaug

Sie ist eine Frucht, die für uns zuvor nicht als besonders wichtig erschien und deshalb auch ein wenig in Vergessenheit geriet: die Palabirne. Dabei kam sie bereits vor mehr als 400 Jahren zu uns nach Südtirol. Erstmals war sie unter dem Namen „Sommerapothekerbirne“ bekannt, da sie schon damals aufgrund ihrer positiven Wirkung für die Gesundheit sehr wertvoll war und oft von Ärzten und Apothekern verschrieben wurde. Dank ihres hohen Anteils an Ballaststoffen und Fruchtzucker wirkt die Birne auf natürliche Weise reinigend. Sie enthält viel Vitamin C und eine ganze Reihe an Mineralien, unter anderem auch Kalium, welches Bluthochdruck reduziert. Wenn Sie unter einen zu hohen Cholesterinspiegel leiden, empfiehlt es sich ebenfalls Palabirnen zu essen, da sie das Cholesterin in der Leber senken und zudem auch krebshemmend wirken.

Das gesunde und auf eine gewisse Art „heilende“ Obst hatte aber nicht von Anfang an den Namen, das es heute trägt. Zuvor wurden Namen wie Zuckerbirne, Plutzerbirne, Pülibirne oder auch Woschitzke verwendet. Bei uns im Vinschgau, in Schluderns auf der Churburg, wurde die Palabirne sogar als „Pilli Palli-Birne“ bezeichnet. Mit dem heutigen Namen hat dies kaum noch Ähnlichkeit. Wieso die Palabirne heute diesen Namen trägt und woher er kommt, weiß niemand recht genau.

Das besondere an dem Pala-Birnenbaum ist, dass er mehrere hundert Jahre alt werden kann und seine Frucht einen starken Muskatgeschmack, sowie Noten von Honig, Karamell und Zimt vorweist. Wegen ihres intensiven Aromas eignet sich die Palabirne deshalb hervorragend zum Backen. So kam man auf die Idee viele verschiedene Rezepte und Köstlichkeiten aus der einst vergessenen Birne zu machen. Vor allem das Palabirnen-Brot ist sehr beliebt. Die Bäckerei Schuster aus Laatsch dörrt rund 6.000 kg Palabirnen jährlich, um daraus das leckere und gesunde Palabirnen-Brot zu backen. Der Aufschwung der Palabirne wird Anfang September an den Palabirnen-Tagen gefeiert. An diesen Tagen dreht sich in Glurns alles um die gesunde Birne. Besucher erhalten Einblick in die Welt der Palabirne und verkosten Spezialitäten der Birnensorte. Den traditionellen Palabirnen-Schmarren zum Beispiel, dessen Rezept von den Bäuerinnen stammt und der früher hauptsächlich gekocht wurde, um die überreifen Birnen zu verarbeiten.

Im Alpin & Relax Hotel Das Gerstl bietet der Tälerhof, der die köstlichen Birnen anbaut, im Rahmen des r30-Feiertags immer wieder Verkostungen der hausgemachten Delikatessen an. So dürfen Sie sämtliche Produkte, die aus der Palabirne hergestellt werden degustieren. Präsentiert werden diverse Fruchtaufstriche, Palabirnen-Muß, Mostarda sowie gedörrte Palabirnen.


  • Erstellt am:
Die Palabirnen im Vinschgau
Die Palabirnen im Vinschgau